Kriegskinder erzählen

13.11.2017

Der Kreis-Kinder- und Jugendring (KKJR) Märkisch-Oderland hat heute zum letzten Mal in diesem Herbst zum dokumentarischen Theaterstück zu Flucht und Vertreibung eingeladen - gern bin der Einladung gefolgt. Das Stück von Monika Dobrowlanska zieht Parallelen zwischen Nachkriegszeit und heutigen Flüchtlingsströmen - wie war es, wie ist es, in einem fremden Land anzukommen und von vorne anfangen zu müssen? Premiere war in Seelow, danach ging es nach Letschin, Bad Freienwalde, Strausberg, Altlandsberg – und eben heute nach Rüdersdorf. Darsteller sind professionelle Schauspieler, Zeitzeugen aus der Region MOL und Geflüchtete.

Die aktuellen Flüchtlingszahlen sind gering im Vergleich zur Nachkriegszeit: Damals suchten 12 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene in den vier Besatzungszonen Deutschlands Zuflucht. Ende der 40er Jahre kursierte im Emsland der Spruch von den drei großen Übeln: "Wildschweine, Kartoffelkäfer und Flüchtlinge". Eine Willkommenskultur? Damals völlig unbekannt. Aus Interviews mit vertriebenen deutschen, polnischen und jüdischen Kindern nach dem zweiten Weltkrieg, geflüchteten Jugendlichen heute und Zeitdokumenten ist ein Theaterstück entstanden. Individuelle Schicksale und Erlebnisse greifen wie Puzzleteile ineinander, ergeben ein interessantes Bild von Fluchtursachen und zeigen auf, wie es ist, als fremdes Kind in einem anderen Land anzukommen und neu anzufangen.

Danke an Simona Koß und die Landeszentrale für politische Bildung für die Unterstützung des Projektes.

 

 

 

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© 2016-2018 Stephen Ruebsam

 

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