Wahlkampf-Ende in Bad Freienwalde

24.9.2017

Vor und im SPD-Bürgerbüro von Bad Freienwalde haben wir unseres Wahlkampf-Abschluss gefeiert. Lokale Unterstützer waren ebenso gekommen wie Panketaler und die Bernauer Landtagspräsidentin Britta Stark.

Gemeinsam haben wir uns die Wahlergebnisse angesehen, auch die Märkische Oderzeitung kam zweimal, um uns zu interviewen.

 

Ich bin entsetzt darüber, wie sehr mein Wahlkreis Demagogen auf den Leim gegangen ist. Entsetzt, dass mir all die Tausende von Leuten, die ich getroffen habe, nicht einfach gesagt haben: "Ich find das doof, was ihr macht, kannst Du was ändern?" - das finde ich so schade, wir waren ja da. Ich verstehe eines: Wir haben den Menschen keinen richtigen Weg für einen Wandel gezeigt ohne eine klare Koalitions- oder Oppositionsaussage. Viele haben gedacht "bleibt doch eh Alles, wie es ist". Und dann haben die Parteien des eher linken Spektrums sich leider gegenseitig zum Gegner erklärt im Wahlkampf - es gab also für die Menschen subjektiv wenig erfolgsversprechende Optionen, vom Stillstand der Merkel-Linie wegzukommen. Dafür muss die SPD nun in der kommenden Zeit Angebote in zukunftsweisenden Programmen machen - und auf jeden Fall in die Opposition gehen, um ihr Profil zu schärfen.

Persönlich nehme ich das Ergebnis nicht, denn wir waren mehr als ein Jahr überall und haben geholfen und zugehört. Die Zahlen zeigen, dass die Ergebnisse völlig vom Wahlkampf entkoppelt sind - also Orte, an denen ich mehr war und für die wir gar Fördermittel eingeworben haben, haben keine anderen Ergebnisse als Orte, an denen wir wenig vorkamen. Die Menschen, die Kandidaten spielten keine Rolle.

Enttäuscht bin ich aber trotzdem - ich hatte wirklich gehofft, dass wir in einem Land leben, in dem das Miteinander noch zählt, nicht das Gegeneinander. Wenn im eigenen Umfeld so viele Menschen meinen, dass ein Ihnen nahezu unbekannter Mensch, der allen Ernstes behauptet, es gäbe keinen Klimawandel - und auch sonst nie etwas für die Gegend getan hat -, sie besser vertreten kann als einer aus der Nähe, dann macht einen das einen Moment lang mutlos. Und gibt mir dann um so mehr Kraft, gegen die inhaltsleeren Populisten zu kämpfen.

 

Ich danke allen, die mir vor Ort so viel geholfen haben, all den Vereinen, Ortsvorstehern – und all den SPD'lern, die mich in ihrer Heimat aufgenommen haben und so viel gezeigt haben. Danke vor allem an unsere Kreisvorsitzende Simona Koß, ohne die ich nie so nah bei den Menschen in der Region hätte sein können. 

 

Danke an alle Märkisch-Oderländer und Barnimer, die mir Ihre Stimme gegeben haben – sie war nicht "verschenkt". Für einen "Newcomer" war das ein ganz schöner Achtungserfolg. Genau diese 26 522 Menschen, die Ihr Vertrauen in mich als Person gesetzt haben, werde und will ich nicht enttäuschen. Ich habe mich als Bundestagskandidat überall für unsere Region stark gemacht – und viele Projekte und Menschen kennengelernt, die mir wichtig sind. Vom kleinen Verein bis zu guten Tourismus-Hotspots und Kulturprojekten.

 

All diese Begegnungen will ich nutzen, natürlich kämpfe ich weiter für die Region. Ich will gemeinsam mit Verbänden und Vereinen, mit Kulturschaffenden, Touristikern sowie IHK und Handwerkskammern weiter Netzwerke knüpfen für die Entwicklung unserer Region. Allein schon deshalb, weil ich mir die Entwicklung unserer Region nicht von Populisten umkehren lassen will, die einfach nur gegen alles sind ohne Lösungen. Wir brauchen bunte, lebendige Orte, um eine Zukunft zu haben. Keine dumpfe Hoffnungslosigkeit.

 

 

 

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© 2016-2018 Stephen Ruebsam

 

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